Fantastischer Abend um den Hexenkessel Wiedenbrücker Markt

rob-Markt-Firmenlauf_0716-webDas war ein fantastischer Abend rum um den “Hexenkessel” am Wiedenbrücker Markt: Rund 1.800 Läuferinnen und Läufer sorgten gestern beim 5. AOK-Firmenlauf CITY-LOOP in der Wiedenbrücker Altstadt für eine kleine Völkerwanderung. Zweieinhalb Stunden lang zog sich der Lindwurm durch die engen Gassen der Altstadt und die grüne Aue des Nonenwalls. Es dämmerte bereits, als die Teamkapitäne der beiden größten Mannschaften, Beate Hustert (katholische Kita Minden-Ravensberg-Lippe) und Christian Rickel (Kreis Güterloh) kurz vor 22 Uhr stolz die Trophäen in ihren Besitz nahmen. Erstmals kam es in den fünf Jahren des Laufes zu einem Patt: Der Kreis Gütersloh und die katholische Kita brachten beide 83 Teilnehmer ins Ziel. Einer der stattlichen Siegerpokale wird jetzt nachgeliefert.

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Zu diesem Zeitpunkt war die älteste Teilnehmerin der Veranstaltung längst wieder zu Hause. Die 101-jährige Agnes Bröckelmann war in ihrem Rolli-Gefährt gleich zu Beginn um 19 Uhr an die Startlinie zum Lauf über 3,2 km gerollt. Einrichtungsleiter Josef Berning schob die betagte und gut gelaunte Seniorin über den zwei-Runden-Parcours. „Der Ausflug hat mir nochmal ein anderes Lebensgefühl vermittelt”, strahlte sie nachher.

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101-jährige Agnes Bröckelmann

Mit einigen Verbesserungen war die 5. Auflage des Firmenlaufs gestartet. Erstmals war der 3,2-km-Lauf restlos ausgebucht mit über 700 Startern – ein Plus von rund 70 Prozent zum Vorjahr. Neu war die Teilung des Hauptlaufs. Hatten im Vorjahr knapp 900 Starter die 6,4-km-Strecke zeitgleich unter die Füße genommen, so wurde diesmal in zwei Gruppen (19.40 Uhr und 20.25 Uhr) mit je 600 Startern eine bessere Verteilung erreicht. Neu war die Einführung eines „fliegenden Starts”. Dazu versammelten sich die Teilnehmer rund 150 Meter vor der Startlinie in einer „Startbox” vor Eis Toldo auf der Langen Straße. Die ersten Meter bis zur Auswertungsmatte am Restaurant Rialto wurden neutralisiert gelaufen, erst am AOK-Zielbogen löste die Netto-Zeitnahme aus. Im Profi-Radsport sind diese Starts bewährt, dass es beim Laufen sofort reibungslos funktionierte, darüber waren Organisator Robert Becker und AOK-Sprecher Michael Hilbert gleichermaßen erfreut.

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Auftakt: Start zum 3,2-km-Lauf

110 Firmenteams machten sich gemeinsam auf den Weg. Kleingruppen mit zwei oder drei Mitarbeitern waren ebenso darunter wie die großen Formationen. Drei Firmen-Teams hatten die 100-Personen-Marke angepeilt, waren dann aber durch kurzfristige Ausfälle darunter geblieben. Tönnies Fitness (mit neuem Werbespruch auf den T-Shirts „100 %“) landete in der Teamwertung mit 74 „Finishern” auf Rang 2. Dritter wurde die nach einjähriger Pause wieder angetretene Rippert Anlagentechnik mit 47 Läufern im Ziel.

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Schirmherr: Bürgermeister Theo Mettenborg lief zum 4. Mal selbst mit.

Firmenchef Thomas Rippert lief persönlich mit. Um das 50-jährige Jubiläum in zwei Wochen zu dokumentieren hatte Rippert genau 50 Mitarbeiter motiviert und angemeldet.

Mit nur drei Absagen bewiesen der Clarholzer große Zuverlässigkeit. Deutlich über 100 – das schaffte am Ende allein die Gesamtschule. Mit 146 „Finishern“ sicherte sich die Gesamtschule erneut die Wertung der lokalen Schulen. Das Einstein-Gymnasium (86 Läufer/innen) und die Ketteler-Schule (46) folgten auf den Plätzen 2 und 3. Natürlich wurde auch scharf gelaufen – zumindest ein bisschen, bei denen, die das häufiger machen. Im Hauptlauf sicherte sich Ingmar Lundström, der für das Team des Co-Sponsors A. Pflüger antrat, den vierten Sieg bei seiner fünften Teilnahme. Im Vorjahr war Lundström Zweiter gewesen.

Im Fernduell war Lundström somit 22 Sekunden schneller als der spätere Gesamtzweite, Ferhad Sino. Der auf Rang 2 gewertete Azubi von Westag & Getalit führte sein Team zum Sieg in der neuen Azubi-Wertung. Sino gewann sicher den ersten der beiden Hauptläufe, Lundström den zweiten. Aufgeteilt worden waren die Starter nach Eingang der Meldungen. Pierre Danelak (Reiling) lief auf Rang 3. Bei den Frauen setzte sich Ilona Pfeiffer durch, die für Westag&Getalit antrat. Marlena Götza (VGW) und Larissa Kraft (Tönnies) folgten auf 2 und 3.

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Großer Empfang: Ida Grünwald (Kral Brand) wurde von Mitarbeitern der Firma eskortiert und bekam als Letzte damit einen großen Zielempfang.

Nicht nur die Menschenmengen waren top beim 5. Firmenlauf – auch die Stimmung an der Strecke erreichte einen neuen Höhepunkt. Die Klatschhände aus Kunststoff klapperten zweieinhalb Stunden lang durch. Am Rektoratsplatz trommelte Samba Cana die Läufer in den Rhythmus. „Das hat sich zu einem tollen Event entwickelt”, freute sich Heinz Wittkowski, der jede Auflage erlebt hat und seine Mitarbeiter von Taxnavigator wieder mit lautem Getöse im Ziel in Empfang nahm.„Ein Heimspiel, bei dem wir nicht wie beim Christkindllauf selbst an der Strecke arbeiten müssen”, freute sich Martin Masjosthusmann von der LG Burg. Die Bedingungen waren mit Sonne und 21 Grad optimal.

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Laufen mit Klatschhänden: Die Schüler der Gesamtschule bildeten nicht nur das größte Team, sondern feuerten sich unterwegs selbst an.

„Spitze war’s, besser geht kaum”, sagte Jürgen Macke, der das 27-köpfige Team vom Autohaus Thiel anfeuerte und eine Stunde vor dem Lauf für das nächste Event in Wiedenbrück geworben hatte: Den Staffellauf der LG Burg in drei Wochen in der Flora.